Donnerstag, 1. Juni 2017

~Schönhaberei~ Achtsamkeit

Das Leben kann manchmal sehr turbulent sein. Auf der Arbeit reiht sich Stress an Ärger und Unzufriedenheit an Frust. Privat läuft es nicht immer so, wie man es sich vorgestellt hat und dann gerät der innere Frieden aus dem Gleichgewicht. Immer mal wieder stoße ich an meine persönlichen Grenzen. Dann belastet mich alles sehr und ich merke, dass ich auf mich aufpassen muss. Seit meinem wunderbaren Urlaub bei den Herrlichen Aussichten in Heimbach, habe ich mir geschworen, dass ich besser auf mich aufpasse und mir kleine Erholungsinseln baue.

Dazu gehört, dass ich immer besser lerne mich von bestimmten Dingen abzugrenzen. Sei es, dass ich mich von Problemen aus dem Arbeitsleben distanziere oder mich von Menschen fernhalte, die mich ausnutzen und mir folglich nicht gut tun.

Auf der Suche nach Beschäftigungen, die mir helfen diese Inseln zu bauen, habe ich einige schöne Entdeckungen gemacht. Tatsächlich habe ich angefangen in diesen Malbüchern für Erwachsene zu malen. Was habe ich diesen Trend anfänglich belächelt. Aber nachdem ich es einmal ausprobiert hatte, muss ich wirklich sagen, dass man sich den Kopf frei malen kann. Wenn man so vor sich hin malt und immer mal wieder eine neue Farbe aussucht, dann vergisst man schnell die Welt um sich herum. Wenn man dabei dann noch schöne Musik hört, ist es eine perfekte Insel. Auf dem Markt gibt es zwischenzeitlich so viele Malbücher für Erwachsene, das sicherlich jeder fündig werden kann. Als große Freundin von Schreibwaren bin ich jetzt natürlich auch im Besitz von etlichen Stiften. Wer es auch einmal ausprobieren möchte, dem empfehle ich die folgenden Bücher und Stifte.


1.) Indische Mandalas
2.) Malbuch Traureise
3.)Zencolor Buntstifte
4.) Stabilo

Dann hört man auch immer wieder: "Du musst Sport machen, um runter zu kommen." Als erstes wird einem dann ja immer geraten man soll joggen gehen. Ist nicht meins. Habe ich wochenlang ausprobiert mit einem Einsteigertraining. Das hat eigentlich ganz gut geklappt und ich konnte nach einiger Zeit auch eine größere Strecke am Stück laufen. Aber ich finde es furchtbar. Ich war mehr damit beschäftigt nicht unangenehm im Park aufzufallen und nach kürzester Zeit kannte ich meine Heimstrecke auswendig. Mir gingen immer die gleichen Gedanken durch den Kopf. "Da vorne musst Du links abbiegen, dann kommt der Baum mit den schönen Ästen und dann ist es nicht mehr weit..."Also an ein runter kommen war bei mir nicht zu denken. Was mir sehr beim Abschalten hilft ist Pilates. Nach einem Pilateskurs im Fitnessstudio bin ich sowas von geerdet und ruhig, dass ich mir selber gar nicht erklären kann, woher das eigentlich kommt. Letztendlich ist es auch egal, denn es tut mir augenscheinlich gut.

Von Pilates ist es auch zu Yoga nicht weit. Man wird so oft mit Yoga konfrontiert und so viele Menschen erklären, wie gut ihnen Yoga tut. Lange Zeit wollte ich mit Yoga nichts zu tun haben, denn Yoga ist mein Kindheitstrauma. Meine Eltern waren große Yogafans und besuchten selber Yogakurse als ich noch ein Kind war. Zu Hause wurde dann ausgiebig der Hund, der Löwe (fand ich als Kind am allerbesten!) und die Cobra geübt. Schließlich musste ich dann auch zum Kinderyoga. Als eher wüstes Kind, war Yoga nicht das richtige für mich. Dazu kam, dass man im Yogakurs immer ein Bild malen musste. Die schönsten Bilder wurden am Ende der Stunde aufgehängt. Ratet mal wessen Bild NIE aber auch wirklich NIE aufgehängt wurde. Richtig! Meins. Das hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es jetzt an der Zeit ist dieses Trauma zurück zulassen und sich nochmals mit diesem Thema zu beschäftigen. Dabei bin ich auf das Buch Von der Kunst Yoga und Achtsamkeit im Alltag zu leben gestoßen. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich habe mir das Buch einmal näher angeschaut.

Inga Heckmann
Von der Kunst Yoga und Achtsamkeit im Alltag zu leben
ISBN-13: 978-3424152944
160 Seiten

Worum geht es?
Einmal pro Woche für eine Stunde ins Yogastudio? In Hektik gerade noch so zum Unterrichtsbeginn geschafft und kaum ist man raus, dreht sich das Stressrad weiter? Die Yogalehrerin Inga Heckmann weiß, wie schwer es für ihre Schülerinnen und Schüler ist, das im Unterricht gelernte auch im Alltag anzuwenden und eine eigene wohltuende Yogaroutine zu entwickeln. Deshalb zeigt sie in diesem Buch, wie Menschen mit wenig Zeit, kleine Yogainseln in ihren Alltag integrieren können. Vom kurzen Twist auf dem Bürostuhl bis zur Achtsamkeitsmeditation beim Zähneputzen - Yoga funktioniert jederzeit an jedem Ort! Das Buch ist sehr schön und edel aufgemacht und damit eine tolle Motivation und ein super Geschenk für alle, die Yoga lieben.

Meine Meinung
Eigentlich zählen die inneren Werte...aber das Auge isst bekanntlich auch mit. Was an diesem Buch zu allererst auffällt ist das Aussehen. Schlicht in mint Tönen gehalten, der Titel ist golden eingeprägt, sowie eine Yogafrau. Das Buch ist etwa im DIN A5 Format und hat einen Pappeinband. Da ich ja bekanntermaßen auf schöne Bücher stehe, hat das Buch in Punkto Schönheit schon mal einen dicken Pluspunkt von mir. Es fühlt sich schön an, ist schlicht gehalten und somit passt es absolut zum Thema.

Da man mit Schönheit alleine aber nicht weit kommt, habe ich mir das Buch einmal näher angeschaut. Ich kann bereits an dieser Stell sagen, dass mich das Buch auch inhaltlich total überzeugt hat. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich das Buch an einem Sonntag komplett durchgelesen und war sofort angetan von der nüchternen (das ist absolut positiv gemeint) und realistischen Beschreibungen. Für Yoga Profis ist dieses Buch sicherlich nichts, aber für Neugierige und Einsteiger ist es ganz wunderbar.

Die Themen Yoga und Achtsamkeit werden auf liebevolle Art und Weise beschrieben. Es wird kein Druck aufgebaut, keine Meinung aufgezwängt oder mit erhobenen Zeigefinger dazu aufgerufen bloß ein achtsames von Yoga geprägtes Leben zu führen. Im Gegenteil: Man bekommt einen sehr guten Einblick über die Wirkweisen von Yoga und schließlich auch über die Möglichkeiten diese Wirkweisen für sich zu nutzen. Langsam wird man an das Thema herangeführt und ermutigt den ein oder anderen Vorschlag für sich zu übernehmen.

Es werden einige Flows genauestens erklärt und anschließend auch noch in Bildform dargestellt. Das finde ich persönlich sehr schön, denn so fällt das Nachmachen etwas leichter.

Quelle: Von der Kunst Achtsamkeit und Yoga im Alltag zu Leben, Seite 125

 Fazit
Für Einsteiger, die nicht zu verbissen an das Thema Yoga und Achtsamkeit herangeführt werden ein gelungener Einstieg.







Kommentare:

  1. Mit Yoga wollte ich auch schon immer mal anfangen, um meine Energie aufzutanken und den Rücken zu stärken. Bücher in dieser Richtung, kannte ich noch keine. Finde aber gerade bei Yoga, sollte man vorerst einen kurz belegen, damit man weiß, wie man die Übungen richtig ausführt.
    Schöne Vorstellung von dir.

    Alles liebe

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  2. Ja, ein Kurs ist sicherlich sinnvoll. Danke für deinen Kommentar.

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