Dienstag, 7. Juni 2016

~Kuchenliebe~ Franzbrötchen


Immer wieder bekam ich zu hören: "Franzbrötchen! Mmmmmh...hast Du die schon einmal probiert? Göttlich!". Zu meiner Schande musste ich jedes Mal eingestehen, dass ich überhaupt nicht wusste was Franzbrötchen überhaupt sind und folglich auch  noch nie in meinem Leben welche gegessen hatte. Das konnte ich so natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe mich umgehend ran gemacht Informationen über Franzbrötchen zu sammeln. 

Traditionell ist das Franzbrötchen in Hamburg und den angrenzenden Regionen beheimatet.  Anscheinend darf es dort in keiner guten Bäckerei fehlen. Aha...da habens wir, dass konnte ich als Kölnerin also gar nicht kennen! Die Herkunft des Franzbrötchens ist bis heute nicht vollständig geklärt. Die Einen sagen, dass die Hamburger Bäcker während der französischen Besatzungszeit im 19. Jhd. weißes Baguette nach französischer Art zubereiteten. Das sogenannte Franzbrot. Ein besonders findiger Bäcker kam dann auf die Idee das weiße Baguette in einer Pfanne mit Zimt und Zucker zu braten. Geboren war das Franzbrötchen.  Andere sagen, dass das Franzbrötchen in einer dänischen Bäckerei in Altona (gehörte damals noch zu Dänemark) namens "Franz´sche Bäckerei" erfunden wurde. Wieder andere vermuten, dass die Zimtschnecken der skandinavischen Nachbarn das Vorbild der Franzbrötchen sind. Wie dem auch sei, aufgeschlaut und voller Tatendrang habe ich mich dann an die erste Eigenproduktion von Franzbrötchen gemacht.




Franzbrötchen
Für 10 Stück:


1 Würfel Hefe (42 g)
270 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
2 Eigelb (Kl. M)
Salz
Schale und Saft von 1 unbehandelten Orange
270 g Butter
2 Tl gemahlener Zimt
Mehl zum Ausrollen
500 g Mehl

Zubereitung
1. Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe hinein krümeln, mit 70 g, Zucker, Milch und den Eigelben verrühren. Eine Prise Salz, Orangenschale und 70 g weiche Butter zugeben. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.
 
2. 100 g Butter kühl stellen und die restlichen 100 g Butter zerlassen, 200 g Zucker und Zimt mischen. Den Teig nochmals kräftig durchkneten. Auf wenig Mehl ca. 30 x 25 cm groß ausrollen. 100 g Butter in dünne Scheiben schneiden. Eine Teighälfte damit belegen, dabei an den Rändern einen ca. 2 cm breiten Streifen frei lassen. Teighälfte ohne Butterstücke darüber klappen, die Ränder gut andrücken und nach unten umschlagen . Teig auf wenig Mehl ca. 30 x 50 cm ausrollen und von der kurzen Seite zur Mitte hin 1/3 überklappen. Die andere Teigseite so darüber klappen, dass drei Schichten entstehen, dann ca. 20 Minuten kalt stellen.
 
3. Teig ca. 80 x 40 cm ausrollen. Mit dem Orangensaft und der zerlassenen Butter bestreichen, Zimtzucker darüber streuen. Von der Längsseite her fest aufrollen. In ca. 4 cm breite Stücke schneiden. Nun in der Mitte- parallel zu den Schnittflächen- mit einem Kochlöffelstiel fest eindrücken, sodass sich die Kanten hochbiegen. Auf Bleche mit Backpapier setzen. Franzbrötchen, die zuerst gebacken werden, ca. 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) ca. 20 Minuten backen.

 

Die Franzbrötchen lassen sich ganz prima einfrieren. Dafür die rohen Teiglinge (vor dem Einsatz des Kochlöffels!) nebeneinander in einen Gefrierbeutel geben und liegend einfrieren. Wenn man dann  Sonntags frische Franzbrötchen genießen will, muss man diese nur auftauen, mit dem Kochlöffel bearbeiten und backen.

Mir haben die Franzbrötchen sehr gut geschmeckt, wobei ich gestehen muss, dass ich beim Teig falten und dem Kochlöffeleinsatz leicht überfordert war! Aber letztendlich habe ich es ja einigermaßen hinbekommen...

Alles Liebe,
Eva

Für 10 Stück:


 


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